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Bezeichnungen in anderen Sprachen/Ländern

 

Andere Länder, andere Bezeichnungen. Hier zu Lande wird das gute alte Mobiltelefon, Handy genannt. Man könnte meinen, dieser Begriff kommt aus dem Englischen. Dem ist aber nicht so. In der USA wird das Mobiltelefon in der Regel Cell Phone genannt. Oder auch Cellular Phone. Die Engländer wiederum nennen es auch immer wieder gerne ganz normal mobile phone oder mobile. Die Franzosen nannten es portable, weil es tragbar ist und so schön praktisch klein. Die Finnen denken, ein Handy sei zum Reisen da und haben es deswegen, matkapuhelin (Reistelefon) getauft. In Japan spricht man Keitai, was wiederum für Tragbar steht. Auffällig ist, dass die meisten Bezeichnungen irgendetwas mit dem Aufbewahrungsort oder Eigenschaften zu tun haben. Bei uns heißt das Handy vielleicht auch deswegen nur so, weil man es in der Hand halten kann. Wenn gleich „handy“ in Englischen wiederum handlich bedeutet. Die Türken bezeichnen ihr Telefon als cep telefonu – auf Deutsch Hosentaschen Telefon. Auch mal eine gelungen Abwechslung, die wirklich lustig klingt. Die Iren und Schotten leiten es vom Begriff Taschentelefon ab. Fon phoca. In China und Hong Kong sieht man das unschuldige Handy gleich als Handmaschine. So wird es sau kei und shou genannt. In manchen Ländern, wird das ganze vom Netz oder Zelltelefon abgeleitet. Spanische Mobiltelefone heißen deswegen celular oder movil. In Indonesien wird es telepin selular und in Libanon komòrka genannt. Die Italienier haben neben ihren telefono, die fast amerikanische Bezeichnung cellulare übernommen. Auch besonders süß ist der Ausdruck „Telefönchen“. Das steht für telefonino und wird ebenso in Italien verwendet.

 

Auch der GSM Standard hat viele Länder auf Namen aller Art gebracht. Isländer nennen ihr Telefon Gemsi, die Bulgaren wiederum Mobifon. In den Niederlanden findet man gleich viele verschiedene Begriffe. Allgemein spricht man hier von einem mobiele telefoon. Die Abkürzung davon ist wiederum mobieltje. In Luxemburg verzichtet man einfach ganz auf irgendwelche Wörter und nennt es einfach GSM. Dieser ist auch in Slowenien weit verbreitet. Dort wird das Ding aber auch mobitel genannt. Auch in Iran ist das Mobiltelefon ein treuer Begleiter. Deswegen wird es telefon – hamràh bezeichnet. Zu Deutsch „Begleittelefon“ Die Israeler glauben wohl immer noch an Wunder. Ihr Wundertelefon heißt pelefon. Die Norweger, Schweden und Dänen sind da wiederum praktisch veranlagt. Sie nennen ihr Handy einfach mobiltelefon oder mobil. Obwohl auch da gibt es vor allem bei den Jugendlichen eine Umgangsform. Nalle, was soviel wie Teddybär heißt.

 

Die Schweizer sind wohl in der Vergangenheit stecken geblieben. Sie nennen das Telefon immer noch Natel, wie seiner Zeit auch das Autotelefon. Warum große neue Erfindungen wagen, wenn es doch schon so passende Namen gibt. Wenn man sich die teilweise, witzigen Namen anguckt, so wirkt „Handy“ richtig langweilig. Viellicht sollte man im deutschsprachigen Raum, auch endlich ein wenig kreativer sein. Der Ausdruck „Telefönchen“ hat zum Beispiel etwas total niedlich an sich. Wie auch immer man sein Handy benennt, Hauptsache man kann damit telefonieren, wann immer es nötig ist. Das ist ja auch der eigentliche Sinn der Sache.



 
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